Digitale Versionen

Die digitalen Versionen der SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe

Karlskompensator, Crushed Eyes Media (2021)

Zum 100. Geburtstag der BBBank wurde in diesem Jahr erstmals der BBBank- Newcomer-Preis vergeben. Die Siegerproduktion, »Karlskompensator«, von Crushed Eyes Media, nimmt uns mit auf eine fantastische Reise. Diese führt »Zurück in die Zukunft« – quer durch die Geschichte der Stadt Karlsruhe. Gesellschaftliche und technologische Meilensteine werden mit dem »Karlskompensator« besucht und im Projection Mapping auf der Karlsruher Schlossfassade verbildlicht. Eine eigens geschaffene Musikkomposition begleitet die äußerlichen Eindrücke auf dem Karlsruher Schloss.

Synthetic Sonnets, Antonin Krizanic (2021)

In seinen »Synthetischen Sonetten« verdichtet Antonin Krizanic Zukunft und Gegenwart auf dem barocken Körper des Karlsruher Schlosses. Im Miteinander futuristischer und organischer Elemente entwickelt sich ein Lied vom Beieinandersein in Verschiedenheit. Der sonderbar melodische Remix zu Antonín Dvořáks 9. Symphonie „Aus der Neuen Welt“ von Dure Holiday begleitet dieses lichterfüllte Bilderband. In audiovisueller Poesie treffen sich Kopf und Herz – ein Lichterfest des Miteinanders.

Attitude Indicator, TNL (2020)

Seit 1999 schaffen The Nightlab (TNL) projection mappings und zählen damit zu den Pionieren des Genres. In der Zwischenzeit sind über 800 Projekte weltweit entstanden. TNL entwickelt dabei selbst kontinuierlich neue technische Methoden weiter, wie z.B. Bewegungsdetektion oder visuelle Effekte in Echtzeit. Ihre neue Show Attitude Indicator erarbeiteten die Bielefelder extra für die diesjährigen Schlosslichtspiele, sodass wir gerade eine Weltpremiere erleben. In acht Szenen blicken wir auf zwei mögliche Planeten Erde, zur Linken einen toten und zur Rechten einen lebendigen, gleich einer Weggabel, an der die Richtung entschieden wird. Feuer und Wasser, Industrie und Natur, Verfall und Wachstum stehen sich gegenüber, ihre Werte in immer schneller werdendem Wettlauf um die endliche Entscheidung. Was sieht der letzte Blick?

Changes3, Ruestungsschmie.de (2020)

Während der Corona-Pandemie haben wir erlebt, was Wechsel bzw. Change bedeuten kann – nämlich Stillstand. Aber Change hat viele dynamische Dimensionen – sogar mehr als hoch 3. Change ist auch eine Chance, ein Gutschein für die Zukunft. Wir müssen ihn nur einlösen. Wandel kann bedeuten: Wir selbst können die Welt verwandeln. Der Sog des Sounds der neuen Arbeit von Rüstungsschmiede zieht uns in einen Wahrnehmungstunnel und –taumel, die nicht nur die Schlossfassade effektiv verwandeln, sondern auch zeigen, wie der Wandel und seine Wirkungen in den Händen der Menschen liegen, wenn sie die Gestaltung ihrer Zukunft selbst in die Hand nehmen. Eine Zukunft könnte heißen: Europa.

Matter Matters, Maxin10sity (2020)

Die neue Arbeit der Publikumslieblinge Maxin10sity ist ein Furioso optischer Effekte. Diese Effekte allerdings spielen mit dem architektonischen Vokabular des Schlosses. Dabei verwandeln sich die festen Gemäuer des Schlosses, die Fassade, die Fenster, die Portale in frei flottierende Muster und Zeichen. Die Steine des Schlosses werden schwerelos und man hat den Eindruck, sie beginnen zu singen. Das schwebende Schloss wird zu einem visuellen Gesang.