Das Festival

Lichtkunst auf dem Karlsruher Schloss

Die Schlosslichtspiele wurden 2015 im Rahmen der Globale Digitale zum 300. Stadtgeburtstag Karlsruhes von Peter Weibel, dem künstlerisch-wissenschaftlichen Vorstand des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM), gegründet. In diesem Jahr veranstaltete die Stadt einen Festivalsommer unter dem Titel KA300. 

Die Stadt Karlsruhe – für ihren strahlenförmigen Grundriss bekannt – wird auch die Fächerstadt genannt. Laut Weibel war es naheliegend, das Schloss, den Mittelpunkt dieses Grundrisses, als zentralen Ausgangspunkt für Reflexionen zu urbaner Architektur zu wählen. Die Video-Mappings nehmen Bezug auf die Fassade des Schlosses, das das Badische Landesmuseum beherbergt, sowie auf die Stadtgeschichte.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Interaktion der Besucher mit den Lichtspielen gelegt – mithilfe von Spielen oder Bewegungen werden sie Teil der von den Künstlern konzipierten Choreografie. 

Aufgrund der guten Resonanz der Schlosslichtspiele 2015 beschloss der Karlsruher Gemeinderat eine dauerhafte Fortsetzung des Formates unter künstlerischer Leitung des ZKM Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH.

Motto 2022

"music4life"

"Der Blues entstand auf und entstammt damit den Feldern, auf denen Sklaven erschwerte Arbeit verrichteten: Die Musik half ihnen, dieses Leben der Ausbeutung zu ertragen. Lieder dienen daher der Kompensation von tiefstem Leid und sind doch zugleich Ausdruck höchster Freude – Musik vermag ein unerträgliches Leben tolerierbar zu machen. Musik ist Lebensfreude. Sie ist Religion für die Ohren, denn sie stellt Wahrheit und Schönheit der freudlosen Gegenwart entgegen, einem ästhetischen Heilsversprechen gleich, das auch in einer echten Epiphanie eingelöst wird. Sie kann damit zur Pforte der bewusstseinserweiternden Ekstase in einem Rausch ohne Chemie werden, ganz allein durch ihren Genuss."

Karlsruhe ist
UNESCO City of media arts

DIE SCHLOSSLICHTSPIELE ALS ZENTRALER BAUSTEIN

Karlsruhe ist eine Stadt, in der Medienkunst in ihren verschiedenen Formen zum Leben gehört: Arbeits- und Freizeitstrukturen, sowie öffentliche und institutionelle Räume bieten den BürgerInnen und Gästen die Möglichkeit, sich in der Rolle von BesucherInnen und TeilnehmerInnen in vielfältige originelle Handlungsmöglichkeiten zu vertiefen und darüber hinaus als Mitwirkende zum Stadtleben beizutragen.

Als boomender IT-Standort verfügt Karlsruhe über eine exzellente und breit angelegte Hochschul- und Forschungslandschaft. Dieses Netz und eine historische kulturelle Infrastruktur von außergewöhnlicher Vielfalt für eine Stadt ihrer Größe verbinden sich mit einer florierenden Kultur- und Kreativwirtschaft.

Kultur und Kreativität sind wichtige Wirtschaftsfaktoren, die Umsatz, Beschäftigung und Einkommen generieren, Zukunftsfaktoren wie die Digitalisierung gestalten und Innovationen sichern. Sie eröffnen Zukunftsperspektiven für innovative und kreative Menschen, die an den lokalen Universitäten ausgebildet werden. Kultur und Kreativität bringen Menschen zusammen und fördern den sozialen Zusammenhalt. Sie prägen den Strukturwandel und haben positive Auswirkungen auf die Stadtentwicklung. Sie erhöhen die Attraktivität der Stadt, verbessern ihr Image und erregen die nationale Aufmerksamkeit – mit anderen Worten, sie machen die Stadt zu einem besseren Lebensraum.

Der Beitritt zum UNESCO Creative Cities Netzwerk gibt Karlsruhe und den Interessensgruppen der Stadt die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, neue Impulse zu geben und neue Verbindungen zu Organisationen und Künstlern in den UNESCO Creative Cities auf allen Kontinenten aufzubauen. Die Aufnahme in das Netzwerk wird der Stadt einen neuen Anstoß geben und eine dynamische Entwicklung der kreativen Innovationen fördern. Kreativität wird als strategischer Faktor für eine nachhaltige Stadtentwicklung angesehen.

Die interne Vernetzung und Integration der Szenen erleichtert die Bildung einer urbanen Identität und ermöglicht ein differenzierteres Außenprofil. Die Mitgliedschaft stärkt die internationale Vernetzung, Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Kulturinstitutionen, Künstlern und Spezialisten der digitalen Kultur und Kreativwirtschaft auf internationaler Ebene.

Die Stadt Karlsruhe und ihre kreativen Akteure möchten sich auf vielfältige Weise in das UNESCO Creative Cities Netzwerk einbringen und Innovationen und Know-How aus der wechselseitigen Beziehung von Medienkunst und den Bereichen Kultur- und Kreativwirtschaft, IT, Wissenschaft und Forschung, sowie Demokratie und Grundrechten in die Mitgliedsstädte und in den globalen Kontext tragen.

statements

zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN Karlsruhe 2021

Dr. Frank Mentrup

Oberbürgermeister Stadt Karlsruhe

„Nach einem Jahr im virtuellen Raum kehren die SCHLOSSLICHTSPIELE wieder auf die Fassade unseres einzigartigen Karlsruher Schlosses zurück. Unter dem Motto ‚Das Leben in die Hand nehmen‘ zeigen sie, dass wir wieder nach Chancen des analogen Lebens greifen. Wir können wieder die faszinierende Medienkunst auf dem Schloss erleben. Jede und jeder wird durch die Akzeptanz der besonderen Bedingungen zum Teil von sechs strahlenden Wochen für die UNESCO City of Media Arts.“

PETER WEIBEL

Leiter ZKM Karlsruhe und Kurator SCHLOSSLICHTSPIELE

„Die neuen Arbeiten von 2021 heben den Speer dort auf, wo ihn das Jahr 2020 liegen ließ. Die Fragen des Wechsels werden beantwortet durch ein neues Verhältnis von Zukunft und Vergangenheit, im Mikro- wie im Makro-Bereich. Die SCHLOSSLICHTSPIELE präsentierten einen zweifachen Sog, einen Sog des Sounds, der den Sog der Bilder antreibt. So werden die SCHLOSSLICHTSPIELE zu einem visuellen Gesang des Miteinanders und Füreinanders. Es geht 2021 nämlich gerade darum, die physische Distanz durch die Corona-Pandemie nicht zu einer sozialen Distanz werden zu lassen. Wir müssen das Leben wieder gemeinsam in die Hand nehmen und nach neuen Lebensformen suchen.“

Oliver Lüsch

Vorsitzender des Vorstands BBBank

"Kreativität ist ein wertvoller Impulsgeber für Nachhaltigkeit und die gesellschaftliche Weiterentwicklung. Deswegen begleiten wir die SCHLOSSLICHTSPIELE sehr gerne beim Newcomer-Preis. Wir wünschen allen Besucherinnen und Besuchern viel Spaß bei den Abenden."

martin wacker

Geschäftsführer Karlsruhe Marketing und Event GmbH

„Mit dem Light Festival strahlt neben unserem Schloss auch die City stärker. Dazu sind die dezentralen Spielstätten wesentlicher Faktor für das Infektionsschutzkonzept und gleichzeitig sorgen sie dafür, dass Besucherinnen und Besucher auch weitere Angebote von Gastronomen, Dienstleister und Einzelhändler annehmen. Dazu geht ein großer Dank an die Partner und Sponsoren, die unter anderem mit Illuminationen ihrer Gebäude zum Light Festival beitragen.“

FAQS

FRAGEN UND ANTWORTEN RUND UM DIE SCHLOSSLICHTSPIELE KARLSRUHE

Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe sind ein Lichtkunst-Festival für Projection Mapping. Projection Mapping ist eine Form der Medienkunst, bei der individuell angepasste Videoprojektionen auf ein Objekt projeziert werden. Internationale Künstler entwickeln für die SCHLOSSLICHTSPIELE 3D Video Mappings, die auf die Fassade des Karlsruher Schlosses projeziert werden – jeden Abend über mehrere Wochen lang. Insgesamt entsteht so eines der größten audiovisuellen digitalen Kunstwerke Europas.
Das Programm ändert sich regelmäßig und an einem Abend laufen immer mehrere Shows. Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe fanden 2015 zum 300. Stadtgeburtstag erstmals statt und begeisterten das Publikum. Seitdem fanden sie jeden Sommer statt. Schon rund 1,7 Millionen Besucherinnen und Besucher sind zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN ans Karlsruher Schloss gekommen. Die Bilder der SCHLOSSLICHTSPIELE gehen um die Welt.

2022 finden die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe vom 18. August bis 18. September statt.

Informationen zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN finden Sie online auf der Website www.schlosslichtspiele.info, auf Facebook (@schlosslichtspielekarlsruhe) sowie auf Instagram (@schlosslichtspielekarlsruhe).

Kuratiert wird dieses Festival der Medienkunst vom künstlerisch-wissenschaftlichen Vorstand des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Prof. Peter Weibel. Das ZKM wurde 1989 als „digitales Bauhaus“ mit der Mission gegründet, die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben. Es ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution, die in ihrer Arbeit Forschung und Produktion, Ausstellungen und Aufführungen, Sammlung und Archive, Vermittlung und Veranstaltungen vereinigt.

Die Karlsruhe Marketing und Event GmbH ist Veranstalter der SCHLOSSLICHTSPIELE und verantwortlich für die Umsetzung.

Die Finanzierung der SCHLOSSLICHTSPIELE erfolgt durch die Stadt Karlsruhe, durch Partner und Sponsoren sowie durch Einnahmen über die Gastronomie auf dem Schlossplatz.

IMPRESSIONEN

BILDER ZU DEN SCHLOSSLICHTSPIELEN KARLSRUHE 2021

CREDITS: ARTIS - ULI DECK

BILDER ZUM LIGHT FESTIVAL KARLSRUHE 2021

CREDITS: JÜRGEN RÖSNER

BILDER ZU DEN SCHLOSSLICHTSPIELEN KARLSRUHE 2019

CREDITS: ARTIS - ULI DECK

VIDEOS

VIDEOS ZU DEN SCHLOSSLICHTSPIELEN KARLSRUHE

die Veranstalter

Karlsruher event gmbh unter künstlerischer Leitung des zkm

KARLSRUHE MARKETING UND EVENT GMBH

Ihr zentraler Ansprechpartner in Sachen Großevents in Karlsruhe. Events sind ein Kommunikationsinstrument erster Güte. Emotionalisierung und das sogenannte „Wir-Gefühl“ spielen dabei eine bedeutende Rolle und werden zur Schaffung von nachhaltigen Bürgerbindungen, Business-Plattformen und einer positiven Wahrnehmung des Standortes eingesetzt. Weitere Informationen finden sie unter www.karlsruhe-event.de


ZKM | ZENTRUM FÜR KUNST UND MEDIEN KARLSRUHE

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution, denn es ist ein Ort, der die originären Aufgaben des Museums erweitert. Es ist ein Haus aller Medien und Gattungen, ein Haus sowohl der raumbasierten Künste wie Malerei, Fotografie und Skulptur als auch der zeitbasierten Künste wie Film, Video, Medienkunst, Musik, Tanz, Theater und Performance. Als Museum wurde das ZKM 1989 gegründet mit der Mission, die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben. Deshalb wird es gelegentlich auch das »elektronische bzw. digitale Bauhaus« genannt – ein Ausdruck, der auf Heinrich Klotz zurückgeführt wird. 

Darüber hinaus beherbergt das ZKM aber auch Institute und Labors, in denen wissenschaftlich geforscht, entwickelt und produziert wird. Neben dem klassischen Leitgedanken des Museums, dafür zu sorgen, dass Kunstwerke nicht verschwinden, hat das ZKM auch die Aufgabe übernommen, die Bedingungen dafür zu schaffen, dass Kunstwerke entstehen – zum einen durch GastkünstlerInnen, zum anderen durch die MitarbeiterInnen des Hauses. Deswegen heißt es Zentrum und nicht Museum. www.zkm.de


kontakt

fragen oder Anregungen?

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN haben, wenden Sie sich an unser SCHLOSSLICHTSPIELE-TEAM der Karlsruhe Marketing und Event GmbH.
Wir werden uns bemühen, Ihre Anfrage so schnell wie möglich zu bearbeiten.

info_at_karlsruhe-event.de