Das Festival

Lichtkunst auf dem Karlsruher Schloss

Die Schlosslichtspiele wurden 2015 im Rahmen der Globale Digitale zum 300. Stadtgeburtstag Karlsruhes von Peter Weibel, dem künstlerisch-wissenschaftlichen Vorstand des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM), gegründet. In diesem Jahr veranstaltete die Stadt einen Festivalsommer unter dem Titel KA300. 

Die Stadt Karlsruhe – für ihren strahlenförmigen Grundriss bekannt – wird auch die Fächerstadt genannt. Laut Weibel war es naheliegend, das Schloss, den Mittelpunkt dieses Grundrisses, als zentralen Ausgangspunkt für Reflexionen zu urbaner Architektur zu wählen. Die Video-Mappings nehmen Bezug auf die Fassade des Schlosses, das das Badische Landesmuseum beherbergt, sowie auf die Stadtgeschichte.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Interaktion der Besucher mit den Lichtspielen gelegt – mithilfe von Spielen oder Bewegungen werden sie Teil der von den Künstlern konzipierten Choreografie. 

Aufgrund der guten Resonanz der Schlosslichtspiele 2015 beschloss der Karlsruher Gemeinderat eine dauerhafte Fortsetzung des Formates unter künstlerischer Leitung des ZKM Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH.

Motto 2021

"Das Leben in die Hand nehmen"

Ein Jahr der Apathie, der Angst, des Abstands und des Abwägens liegt hinter uns. Als Escape Button aus den eigenen vier Wänden gab es den virtuellen Raum, in dem wir mehr oder minder unfreiwillig migrierten. Einem jeden von uns stellte er eine digitale Daseinsform zur Seite. Nun ist das Leben wieder in greifbarer Nähe. Wir können das Leben wieder in die Hand nehmen und nach Chancen und Horizonten des analogen Lebens greifen. Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe feiern beide Daseinsformen: Die virtuellen Räume im realen Schlosspark.

Karlsruhe ist
UNESCO City of media arts

DIE SCHLOSSLICHTSPIELE ALS ZENTRALER BAUSTEIN

Karlsruhe ist eine Stadt, in der Medienkunst in ihren verschiedenen Formen zum Leben gehört: Arbeits- und Freizeitstrukturen, sowie öffentliche und institutionelle Räume bieten den BürgerInnen und Gästen die Möglichkeit, sich in der Rolle von BesucherInnen und TeilnehmerInnen in vielfältige originelle Handlungsmöglichkeiten zu vertiefen und darüber hinaus als Mitwirkende zum Stadtleben beizutragen.

Als boomender IT-Standort verfügt Karlsruhe über eine exzellente und breit angelegte Hochschul- und Forschungslandschaft. Dieses Netz und eine historische kulturelle Infrastruktur von außergewöhnlicher Vielfalt für eine Stadt ihrer Größe verbinden sich mit einer florierenden Kultur- und Kreativwirtschaft.

Kultur und Kreativität sind wichtige Wirtschaftsfaktoren, die Umsatz, Beschäftigung und Einkommen generieren, Zukunftsfaktoren wie die Digitalisierung gestalten und Innovationen sichern. Sie eröffnen Zukunftsperspektiven für innovative und kreative Menschen, die an den lokalen Universitäten ausgebildet werden. Kultur und Kreativität bringen Menschen zusammen und fördern den sozialen Zusammenhalt. Sie prägen den Strukturwandel und haben positive Auswirkungen auf die Stadtentwicklung. Sie erhöhen die Attraktivität der Stadt, verbessern ihr Image und erregen die nationale Aufmerksamkeit – mit anderen Worten, sie machen die Stadt zu einem besseren Lebensraum.

Der Beitritt zum UNESCO Creative Cities Netzwerk gibt Karlsruhe und den Interessensgruppen der Stadt die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, neue Impulse zu geben und neue Verbindungen zu Organisationen und Künstlern in den UNESCO Creative Cities auf allen Kontinenten aufzubauen. Die Aufnahme in das Netzwerk wird der Stadt einen neuen Anstoß geben und eine dynamische Entwicklung der kreativen Innovationen fördern. Kreativität wird als strategischer Faktor für eine nachhaltige Stadtentwicklung angesehen.

Die interne Vernetzung und Integration der Szenen erleichtert die Bildung einer urbanen Identität und ermöglicht ein differenzierteres Außenprofil. Die Mitgliedschaft stärkt die internationale Vernetzung, Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Kulturinstitutionen, Künstlern und Spezialisten der digitalen Kultur und Kreativwirtschaft auf internationaler Ebene.

Die Stadt Karlsruhe und ihre kreativen Akteure möchten sich auf vielfältige Weise in das UNESCO Creative Cities Netzwerk einbringen und Innovationen und Know-How aus der wechselseitigen Beziehung von Medienkunst und den Bereichen Kultur- und Kreativwirtschaft, IT, Wissenschaft und Forschung, sowie Demokratie und Grundrechten in die Mitgliedsstädte und in den globalen Kontext tragen.

statements

zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN Karlsruhe Digitale Edition 2020

Dr. Frank Mentrup

Oberbürgermeister Stadt Karlsruhe

„Nach einem Jahr im virtuellen Raum kehren die SCHLOSSLICHTSPIELE wieder auf die Fassade unseres einzigartigen Karlsruher Schlosses zurück. Unter dem Motto ‚Das Leben in die Hand nehmen‘ zeigen sie, dass wir wieder nach Chancen des analogen Lebens greifen. Wir können wieder die faszinierende Medienkunst auf dem Schloss erleben. Jede und jeder wird durch die Akzeptanz der besonderen Bedingungen zum Teil von sechs strahlenden Wochen für die UNESCO City of Media Arts.“

PETER WEIBEL

Leiter ZKM Karlsruhe und Kurator SCHLOSSLICHTSPIELE

„Die neuen Arbeiten von 2021 heben den Speer dort auf, wo ihn das Jahr 2020 liegen ließ. Die Fragen des Wechsels werden beantwortet durch ein neues Verhältnis von Zukunft und Vergangenheit, im Mikro- wie im Makro-Bereich. Die SCHLOSSLICHTSPIELE präsentierten einen zweifachen Sog, einen Sog des Sounds, der den Sog der Bilder antreibt. So werden die SCHLOSSLICHTSPIELE zu einem visuellen Gesang des Miteinanders und Füreinanders. Es geht 2021 nämlich gerade darum, die physische Distanz durch die Corona-Pandemie nicht zu einer sozialen Distanz werden zu lassen. Wir müssen das Leben wieder gemeinsam in die Hand nehmen und nach neuen Lebensformen suchen.“

Oliver Lüsch

Vorsitzender des Vorstands BBBank

"Kreativität ist ein wertvoller Impulsgeber für Nachhaltigkeit und die gesellschaftliche Weiterentwicklung. Deswegen begleiten wir die SCHLOSSLICHTSPIELE sehr gerne beim Newcomer-Preis. Wir wünschen allen Besucherinnen und Besuchern viel Spaß bei den Abenden."

martin wacker

Geschäftsführer Karlsruhe Marketing und Event GmbH

„Mit dem Light Festival strahlt neben unserem Schloss auch die City stärker. Dazu sind die dezentralen Spielstätten wesentlicher Faktor für das Infektionsschutzkonzept und gleichzeitig sorgen sie dafür, dass Besucherinnen und Besucher auch weitere Angebote von Gastronomen, Dienstleister und Einzelhändler annehmen. Dazu geht ein großer Dank an die Partner und Sponsoren, die unter anderem mit Illuminationen ihrer Gebäude zum Light Festival beitragen.“

FAQS

FRAGEN UND ANTWORTEN RUND UM DIE SCHLOSSLICHTSPIELE KARLSRUHE

Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe sind ein Lichtkunst-Festival für Projection Mapping. Projection Mapping ist eine Form der Medienkunst, bei der individuell angepasste Videoprojektionen auf ein Objekt projeziert werden. Internationale Künstler entwickeln für die SCHLOSSLICHTSPIELE 3D Video Mappings, die auf die Fassade des Karlsruher Schlosses projeziert werden – jeden Abend über mehrere Wochen lang. Insgesamt entsteht so eines der größten audiovisuellen digitalen Kunstwerke Europas.
Das Programm ändert sich regelmäßig und an einem Abend laufen immer mehrere Shows. Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe fanden 2015 zum 300. Stadtgeburtstag erstmals statt und begeisterten das Publikum. Seitdem fanden sie jeden Sommer statt. Schon rund 1,7 Millionen Besucherinnen und Besucher sind zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN ans Karlsruher Schloss gekommen. Die Bilder der SCHLOSSLICHTSPIELE gehen um die Welt.

2021 finden die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe vom 18. August bis 3. Oktober statt.

Nein: Die SCHLOSSLICHTSPIELE können auch in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden. Mit verschiedenen Änderungen und Maßnahmen ermöglichen die Rückkehr der SCHLOSSLICHTSPIELE in den realen Raum. Das Ziel ist weiterhin, den Infektionsschutz bestmöglich durchzuführen, um der Normalität bald noch näherkommen. Es ist möglich, dass sich einige Maßnahmen ändern (müssen), um flexibel auf die Situation zu reagieren.

Das Programm am Schloss ist kürzer (ca. 30-45 Minuten) und wird in mehreren Durchläufen wiederholt. Es gibt (vorerst) keine Gastronomie, keine Bestuhlung und keine sanitären Anlagen auf dem Schlossplatz.

Die SCHLOSSLICHTSPIELE sind keine Veranstaltung im klassischen Sinne, sondern eine Kunstinstallation im öffentlichen Raum und Teil einer größeren Stadtinszenierung mit dezentralen Stationen. Das SCHLOSSLICHTSPIELE Light Festival hat sein Zentrum am Schloss. Dezentrale Stationen sind zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar.

Jeden Abend sollen zwei Shows bei den SCHLOSSLICHTSPIELEN zu sehen sein. Nach Ende eines Durchlaufs werden diese mehrfach wiederholt. Damit soll die die Verweildauer vor dem Schloss verkürzt werden. Alle Besucherinnen und Besucher werden nach einem Programmablauf über Durchsagen gebeten den Platz zu verlassen. Wann welche Show genau läuft, entnehmen Sie bitte dem Programmablauf auf unserer Webseite.

Startzeiten SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe 2021:

18.08.-29.08.2021 ab 21:00 Uhr
30.08.-12.09.2021 ab 20:30 Uhr
13.09.-19.09.2021 ab 20:00 Uhr
20.09.-03.10.2021 ab 19:30 Uhr
Ende der Shows spätestens um 23:30 Uhr

Grundsätzlich empfehlen wir jedem Besucher sich vorab testen zu lassen. Eine Testpflicht besteht allerdings nicht. Ebenso empfehlen wir das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes.

Zuallererst werden Besucherinnen und Besucher durch Ansagen (deutsch und englisch) sowie Einblendungen auf der Fassade gebeten, Abstand zu halten und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Dazu beobachten wir die Situation am Schloss und greifen notfalls ein. Sollte es in Bereichen zu eng werden, werden Ansagen eingesetzt, die auf diesen Umstand hinweist. Sollte auch diese keine Wirkung zeigen, kann die Show unterbrochen oder gar abgebrochen werden.

Weitere Informationen zum Light Festival finden Sie, wenn sie in der Navigation auf die Rubrik "Light Festival" klicken. Dort finden Sie auch eine Übersichtskarte aller Stationen des Light Festivals Karlsruhe.

Informationen zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN finden Sie online auf der Website www.schlosslichtspiele.info, auf Facebook (@schlosslichtspielekarlsruhe) sowie auf Instagram (@schlosslichtspielekarlsruhe).

Kuratiert wird dieses Festival der Medienkunst vom künstlerisch-wissenschaftlichen Vorstand des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Prof. Peter Weibel. Das ZKM wurde 1989 als „digitales Bauhaus“ mit der Mission gegründet, die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben. Es ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution, die in ihrer Arbeit Forschung und Produktion, Ausstellungen und Aufführungen, Sammlung und Archive, Vermittlung und Veranstaltungen vereinigt.

Die Karlsruhe Marketing und Event GmbH ist Veranstalter der SCHLOSSLICHTSPIELE und verantwortlich für die Umsetzung.

Die Finanzierung der SCHLOSSLICHTSPIELE erfolgt durch die Stadt Karlsruhe, durch Partner und Sponsoren sowie durch Einnahmen über die Gastronomie auf dem Schlossplatz.

IMPRESSIONEN

BILDER ZU DEN SCHLOSSLICHTSPIELEN KARLSRUHE 2021

CREDITS: ARTIS - ULI DECK

BILDER ZUM LIGHT FESTIVAL KARLSRUHE 2021

CREDITS: JÜRGEN RÖSNER

BILDER ZU DEN SCHLOSSLICHTSPIELEN KARLSRUHE 2019

CREDITS: ARTIS - ULI DECK

VIDEOS

VIDEOS ZU DEN SCHLOSSLICHTSPIELEN KARLSRUHE

die Veranstalter

Karlsruher event gmbh unter künstlerischer Leitung des zkm

KARLSRUHE MARKETING UND EVENT GMBH

Ihr zentraler Ansprechpartner in Sachen Großevents in Karlsruhe. Events sind ein Kommunikationsinstrument erster Güte. Emotionalisierung und das sogenannte „Wir-Gefühl“ spielen dabei eine bedeutende Rolle und werden zur Schaffung von nachhaltigen Bürgerbindungen, Business-Plattformen und einer positiven Wahrnehmung des Standortes eingesetzt. Weitere Informationen finden sie unter www.karlsruhe-event.de


ZKM | ZENTRUM FÜR KUNST UND MEDIEN KARLSRUHE

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution, denn es ist ein Ort, der die originären Aufgaben des Museums erweitert. Es ist ein Haus aller Medien und Gattungen, ein Haus sowohl der raumbasierten Künste wie Malerei, Fotografie und Skulptur als auch der zeitbasierten Künste wie Film, Video, Medienkunst, Musik, Tanz, Theater und Performance. Als Museum wurde das ZKM 1989 gegründet mit der Mission, die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben. Deshalb wird es gelegentlich auch das »elektronische bzw. digitale Bauhaus« genannt – ein Ausdruck, der auf Heinrich Klotz zurückgeführt wird. 

Darüber hinaus beherbergt das ZKM aber auch Institute und Labors, in denen wissenschaftlich geforscht, entwickelt und produziert wird. Neben dem klassischen Leitgedanken des Museums, dafür zu sorgen, dass Kunstwerke nicht verschwinden, hat das ZKM auch die Aufgabe übernommen, die Bedingungen dafür zu schaffen, dass Kunstwerke entstehen – zum einen durch GastkünstlerInnen, zum anderen durch die MitarbeiterInnen des Hauses. Deswegen heißt es Zentrum und nicht Museum. www.zkm.de


kontakt

fragen oder Anregungen?

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN haben, wenden Sie sich an unser SCHLOSSLICHTSPIELE-TEAM der Karlsruhe Marketing und Event GmbH.
Wir werden uns bemühen, Ihre Anfrage so schnell wie möglich zu bearbeiten.

info_at_karlsruhe-event.de