Vom 18. August bis zum 3. Oktober möchten wir mit einem Light Festival die Innenstadt zum Leuchten bringen und durch begleitende dezentrale Aktionen die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe ermöglichen. Diese Dezentralität unterstützt nicht nur die Durchführung am Schloss in schwierigen Zeiten, sie trägt die beliebteste Kulturveranstaltung der Stadt (Kulturumfrage 2019) noch stärker in die Innenstadt.  

Die SCHLOSSLICHTSPIELE am Schloss werden nicht als „Event“ in gewohnter Form stattfinden, sondern als reine künstlerische „Fassaden-Beleuchtung“. Wir planen derzeit mit zwei Projection Mappings am Abend, die in mehreren Durchläufen wiederholt werden. Das geänderte Programm soll dazu beitragen, dass sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig am Schloss aufhalten. Stattdessen sollen die Besucherinnen und Besucher an mehreren Orten Illuminationen und Lichtkunst erleben und die Stadt bei einem Rundgang in einem neuen Licht sehen.

Die Übersichtskarte als PDF zum Download finden Sie hier...

Informationen zu den Stationen des Light Festivals Karlsruhe


1. Schlossplatz

Unter dem Motto „Das Leben in die Hand nehmen“ präsentieren vom 18. August bis zum 03. Oktober die Stadt Karlsruhe und das ZKM I Zentrum für Kunst und Medien Projection Mappings internationaler Künstlergruppen auf der Fassade des Karlsruher Schlosses. „Nach dem Rückzug in die digitale Welt im vergangenen Jahr, ist das Leben nun wieder in greifbarer Nähe. „Wir können das Leben wieder in die Hand nehmen und nach Chancen und Horizonten des analogen Lebens greifen“, so Prof. Peter Weibel, Kurator der SCHLOSSLICHTSPIELE und künstlerisch- wissenschaftlicher Vorstand des ZKM Karls-ruhe. „Die Schlosslichtspiele feiern beide Daseinsformen: Die virtuellen Räume im realen Schlosspark.“ Das Programm und das Angebot auf dem Platz sind anders als in den Vorjahren. Ziel aller Veränderungen und Maßnahmen ist es, unter den bestehenden Hygienebedingungen einen unbeschwerten Genuss von Medienkunst in Karlsruhe zu ermöglichen. Bitte unterstützen Sie uns dabei, halten Sie Abstand und nehmen Sie Rücksicht aufeinander! Anstelle eines abendfüllenden Programms am Schloss lädt das SCHLOSSLICHTSPIELE Light Festival mit dezentral in der Stadt verteilten Stationen dazu ein, die Stadt in einem neuen Licht zu erleben. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend in Deutschlands erster UNESCO City of Media Arts!
18. August bis 3. Oktober 2021
Ab Einbruch der Dämmerung

2. Marktplatz

Die Ilumination des Marktplatzes ist ein 
ruhiger Gegenpol zu den gewaltigen Projection Mappings am Schloss, auch wenn ein Tag hier wie im Flug vergeht. Wechselnde Farbverläufe und sanftes Ein- und Ausblenden von Projektionen erzeugen einen Tagesablauf im Zeitraffer. Genießen Sie hier alle
 5 Minuten einen romantischen Sonnenuntergang, bevor ein neuer Tag beginnt.
18. August bis 12. September 2021

Ab Einbruch der Dämmerung

3. Naturkundemuseum
In ihrer Show „Evolution of Life“ zeigte die Künstlergruppe Global Evolution 2019 die vielfältige Entstehung der Arten und Lebensformen bei den SCHLOSSLICHTSPIELEN. Unterstützung erhielten Global Illumination dabei vom Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe. Die animierten Quallen waren Elemente der Show und kehren in diesem Jahr ans Naturkundemuseum zurück. Seit 2016 präsentiert dort die Dauerausstellung „Form und Funktion - Vorbild Natur“ neben vielem Weiteren Deutschlands größtes lebendes Korallenriff und die hier auf der Fassade gezeigten Quallen, eine Videoarbeit Mathias Vielsäcker vom Naturkundemuseum.
Tipp: Täglich von 8.00 bis 19:30 Uhr ist das Korallenriff im Livestream zu betrachten. Nachts ist es auch dort dunkel, damit die Fische schlafen können. Während der zum Buchstaben heruntergebrochene Titel „C“ der Videoarbeit von Sarah Degenhardt bereits auf das englische Wortspiel aus „sea/see“ verweist, werden im Video durch Formen der Abstraktion, Dekontextualisierung, Fragmen- tierung, Isolierung und Verschiebung, die gewöhnlichen Blickwinkel und die vertrauten Sichtweisen gestört und in die Irre geführt. Die Illusion eines scheinbar nach oben wandernden Horizonts wird aufgebrochen, als eine Welle in das Bild hereinströmt. Blickt man auf Boden, Wasser oder in den Himmel? Jeder neu entstandene Orientierungspunkt löst sich wieder auf, mit dem ständigen Fluss der nicht zu benennenden Bilder erlischt die Möglichkeit des Begreifens. Was entsteht aus dieser Unmöglichkeit das zu Sehende greifen zu können?
18. August bis 17. September 2021
Ab Einbruch der Dämmerung

4. BNN
Im Rahmen des Light Festivals 2021 wird die Fassade der Badischen Neuesten Nachrichten mit einem besonderen Lichtkonzept beleuchtet. Die BNN feiert in diesem Jahr das 75 Jährige Bestehen. Hierfür wurde eine spezielle Illumination zum Jubiläum erstellt.
Die Installation arbeitet unter anderem mit Hell-Dunkel- Effekten und Choreographierten Farbwechseln. Als zentrale Farbe steht das charakteristische Blau der BNN im Vordergrund und bei den Animationen wird mit einem seitlichen Dominoeffekt das Umblättern der Zeitungsseiten simuliert. Illumination als Spiel zwischen Objekt und Betrachter.
Ab 18. August
Ab Einbruch der Dämmerung

5. Volkswohnung
Rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum im nächsten Jahr hat sich die Volkswohnung neu positioniert und startet mit einem frischen Markenauftritt durch. Die Lichtprojektion auf die nördliche Fassade des Turms der Zentrale am Ettlinger-Tor-Platz zeigt das neue Logo und die ansprechenden Farben. Der neue Claim „Zukunft Raum geben“ wird variantenreich verwendet und spiegelt die Vielseitigkeit der Mieterschaft wider.
18. August bis 17. September 2021
Ab Einbruch der Dämmerung

6. KIT-Bibiothek
Denkanstoß aus dem Orbit
Vom 18. August bis zum 17. September 2021 ist hier auf der Fassade der KIT-Bibliothek die Grußbotschaft von Alexander Gerst zu sehen. Der ESA-Astronaut, der am KIT Geophysik studiert hat, hat sie 2018 während der
„Horizons“-Mission in buchstäblich schwerelosem Zustand an Bord der Internationalen Raumstation ISS aufgenommen. Bei den SCHLOSSLICHTSPIELEN 2019 wurde sie auf der Fassade des Karlsruher Schlosses gezeigt.
Mit dem Beitrag unterstützt das KIT in diesem Jahr das dezentrale SCHLOSSLICHTSPIELE Light Festival. „Das KIT ist als Forschungsuniversität in der Stadt und Region Karlsruhe, aber auch in der Gesellschaft fest verwurzelt“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Die Botschaft unserer Video-Installation ist dabei denkbar aktuell: In einer immer komplexeren Welt mit immer knapperen Ressourcen können wir die Zukunft, lokal wie global, nur gemeinsam sichern.“
18. August bis 17. September 2021
Ab Einbruch der Dämmerung, alle 20 Minuten

7. Nymphengarten
Die Installation von Nicola Falley verweist wie eine Skizze im Raum auf das Amalienschlösschen, von dem nur noch ein Teil des ehemaligen Treppenaufgangs sowie Teile des Gebäudefundaments vorhanden sind. Namensgeberin des 1802/1803 nach Plänen von Friedrich Weinbrenner erbauten Schlösschens war Markgräfin Amalie, die es als Sommersitz nutzte. Bei einem Luftangriff auf die Stadt im Jahr 1944 wurde es fast vollständig zerstört.
10. September bis 3. Oktober 2021

8. Stephanienbrunnen
Die Illumination setzt den Brunnen mit der als Wassernixe geplanten Frauenfigur als Oase auf dem Platz in Szene. Der Stephanienbrunnen wurde 1905 von Hermann Billing entworfen. Der künstlerische Vorschlag mit der mo- numentalen, nackten Frau, mitten in Karlsruhe platziert, führte zu Kontroversen im Stadtrat sowie zwischen der Verwaltung und den Künstlern. Nach Erhalt des Auftrags ergänzten die Erschaffer die Männergesichter an den Säulen, die die Frauenfigur betrachten, Karikaturen Karlsruher Persönlichkeiten, darunter der Oberbürgermeister und Stadtverordnete, denen der Entwurf missfallen hatte. Es folgte ein Skandal über die Stadtgrenzen hinweg.
bis 17. September
Ab Einbruch der Dämmerung

9. Alter Schlachthof
Der Karlsruher Medienkünstler Jonas Denzel bringt mit »Hands on« bei den SCHLOSSLICHTSPIELEN die Schlossfassade zum Klingen. Für das Light Festival verwandelt er mit der #odeandiefreude die westliche Fassade des Substage-Gebäudes in ein Meer aus überdi- mensionalen Mündern, die gemeinsam die Europa- hymne interpretieren... »diesen Kuss der ganzen Welt!«.
18. September bis 3. Oktober 2021
Ab Einbruch der Dämmerung bis 23 Uhr, ca. alle 20 Minuten

10. Hebelstraße 21
Das derzeit leerstehende Ladengeschäft in der Hebelstraße 21 wurde schon mehrfach als Raum für temporäre Aktionen genutzt, zuletzt als Pop-Up-Galerie für alle Comic- und Cartoon-Fans. Auf Initiative des mehrfach ausgezeichneten Karlsruher Cartoonisten Steffen Butz lädt „Cartoon-Schrägstrich-Motion“ mit der Schaufensterprojektion dazu ein, sich mit aktuellen und brandheißen Themen zu befassen: Der Schwerpunkt der fünf Künstlerinnen und Künstler, die aus Karlsruhe, Mannheim und München stammen, liegt dabei auf Klima, Umwelt und Corona – aber auch andere Themen werden von den Künstlerinnen und Künstlern pointiert aufgegriffen. Die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler sind durch ihre Veröffentlichungen in regionalen wie bundesweiten Publikationen bekannt und mehrfach mit Cartoon- und (Kinder-)Buchpreisen ausgezeichnet.
Mit dabei sind:
- Steffen Butz, Karlsruhe, Cartoon
- Franziska Poike, Karlsruhe, Trickfilm
- Michael „MIRK“ Rickelt, Karlsruhe, Cartoon
- Petra Kaster, Mannheim, Cartoon
- Markus Grolik, München, Cartoon
18. August bis 17. September 2021
Ab Einbruch der Dämmerung

11. Festplatz
Kongresszentrum der Messe Karlsruhe
Drei Gebäude(teile) des innerstädtischen Kongresszentrums, welches durch die Messe Karlsruhe vermarktet und bewirtschaftet wird, werden illuminiert. Ein ständiger, ineinander übergehender Wechsel von Farben, die sich aus der gesamten Farbpalette schöpfen, steht für die vielfältige Nutzung des Kongresszentrums - Konzerte, Comedy, Lesungen, Firmenfeiern, Kongresse, Tagungen, Messen etc.
1. Kamin des ehemaligen Heizkraftwerkes - Mitte Das Heizkraftwerk befand sich bis zu Beginn der 60er Jahre am dem Platz, wo heute die Gartenhalle steht. Sichtbarer Überrest ist der denkmalgeschützte Kamin, der beim Neubau der Gartenhalle Ender der 80er Jahre in die Halle integriert wurde.
2. Glasgang der Gartenhalle – Verbindung zur Schwarzwaldhalle Die Gartenhalle gab es bereits seit 1957. Der Neubau, der wesentlich mehr Raum für Veranstaltungen bot, ging 1990 an den Start. Ein häufig übersehener Zugang vom Festplatz aus ist der nun illuminierte „Glasgang“.
3. Das Konzerthaus -  Das älteste Gebäude im Ensemble des Kongresszentrums ist das Konzerthaus. Eröffnet im I. Weltkrieg wurde es im II. Weltkrieg schwer getroffen und anschließend wiederaufgebaut. Die klassizistische Fassade beruht auf den Entwürfen der berühmten Architekten Curjel und Moser. 18. August bis 3. Oktober 2021 Ab Einbruch der Dunkelheit.