Das Festival

Lichtkunst auf dem Karlsruher Schloss

Die Schlosslichtspiele wurden 2015 im Rahmen der Globale Digitale zum 300. Stadtgeburtstag Karlsruhes von Peter Weibel, dem künstlerisch-wissenschaftlichen Vorstand des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM), gegründet. In diesem Jahr veranstaltete die Stadt einen Festivalsommer unter dem Titel KA300. 

Die Stadt Karlsruhe – für ihren strahlenförmigen Grundriss bekannt – wird auch die Fächerstadt genannt. Laut Weibel war es naheliegend, das Schloss, den Mittelpunkt dieses Grundrisses, als zentralen Ausgangspunkt für Reflexionen zu urbaner Architektur zu wählen. Die Video-Mappings nehmen Bezug auf die Fassade des Schlosses, das das Badische Landesmuseum beherbergt, sowie auf die Stadtgeschichte.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Interaktion der Besucher mit den Lichtspielen gelegt – mithilfe von Spielen oder Bewegungen werden sie Teil der von den Künstlern konzipierten Choreografie. 

Aufgrund der guten Resonanz der Schlosslichtspiele 2015 beschloss der Karlsruher Gemeinderat eine dauerhafte Fortsetzung des Formates unter künstlerischer Leitung des ZKM Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH.

neues Motto 2020

"Abbruch in der Realität - Aufbruch in die Virtualität"

Unter dem Titel „Abbruch in der Realität - Aufbruch in die Virtualität“ werden die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe virtuell und feiern damit am 5. August eine Weltpremiere: Erstmals wird ein Projection Mapping allein im digitalen Raum geschaffen.

Karlsruher Schloss und Schlossplatz wurden in einem aufwendigen Verfahren digital nachgebaut und dienen nun als Projektionsfläche, auf die die neuen mitreisenden Shows “gemappt” werden. Bis zum 13. September können Besucherinnen und Besucher allabendlich ab 20:15 Uhr (MESZ) auf ihrem Endgerät weltweit in einem virtuellen Livestream etwas verfolgen, das im realen Raum nicht stattfinden kann. Das Besondere dabei ist, dass bei diesem Web Projection Mapping verschiedene Perspektiven durch den Betrachter eingenommen werden können.

Karlsruhe ist
UNESCO City of media arts

DIE SCHLOSSLICHTSPIELE ALS ZENTRALER BAUSTEIN

Karlsruhe ist eine Stadt, in der Medienkunst in ihren verschiedenen Formen zum Leben gehört: Arbeits- und Freizeitstrukturen, sowie öffentliche und institutionelle Räume bieten den BürgerInnen und Gästen die Möglichkeit, sich in der Rolle von BesucherInnen und TeilnehmerInnen in vielfältige originelle Handlungsmöglichkeiten zu vertiefen und darüber hinaus als Mitwirkende zum Stadtleben beizutragen.

Als boomender IT-Standort verfügt Karlsruhe über eine exzellente und breit angelegte Hochschul- und Forschungslandschaft. Dieses Netz und eine historische kulturelle Infrastruktur von außergewöhnlicher Vielfalt für eine Stadt ihrer Größe verbinden sich mit einer florierenden Kultur- und Kreativwirtschaft.

Kultur und Kreativität sind wichtige Wirtschaftsfaktoren, die Umsatz, Beschäftigung und Einkommen generieren, Zukunftsfaktoren wie die Digitalisierung gestalten und Innovationen sichern. Sie eröffnen Zukunftsperspektiven für innovative und kreative Menschen, die an den lokalen Universitäten ausgebildet werden. Kultur und Kreativität bringen Menschen zusammen und fördern den sozialen Zusammenhalt. Sie prägen den Strukturwandel und haben positive Auswirkungen auf die Stadtentwicklung. Sie erhöhen die Attraktivität der Stadt, verbessern ihr Image und erregen die nationale Aufmerksamkeit – mit anderen Worten, sie machen die Stadt zu einem besseren Lebensraum.

Der Beitritt zum UNESCO Creative Cities Netzwerk gibt Karlsruhe und den Interessensgruppen der Stadt die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, neue Impulse zu geben und neue Verbindungen zu Organisationen und Künstlern in den UNESCO Creative Cities auf allen Kontinenten aufzubauen. Die Aufnahme in das Netzwerk wird der Stadt einen neuen Anstoß geben und eine dynamische Entwicklung der kreativen Innovationen fördern. Kreativität wird als strategischer Faktor für eine nachhaltige Stadtentwicklung angesehen.

Die interne Vernetzung und Integration der Szenen erleichtert die Bildung einer urbanen Identität und ermöglicht ein differenzierteres Außenprofil. Die Mitgliedschaft stärkt die internationale Vernetzung, Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Kulturinstitutionen, Künstlern und Spezialisten der digitalen Kultur und Kreativwirtschaft auf internationaler Ebene.

Die Stadt Karlsruhe und ihre kreativen Akteure möchten sich auf vielfältige Weise in das UNESCO Creative Cities Netzwerk einbringen und Innovationen und Know-How aus der wechselseitigen Beziehung von Medienkunst und den Bereichen Kultur- und Kreativwirtschaft, IT, Wissenschaft und Forschung, sowie Demokratie und Grundrechten in die Mitgliedsstädte und in den globalen Kontext tragen.

statements

zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN Karlsruhe

Dr. Frank Mentrup

Oberbürgermeister Stadt Karlsruhe

„Mit den SCHLOSSLICHTSPIELEN – Digitale Edition – wird Karlsruhe seinem Titel als UNESCO Creative City of Media Arts mehr als gerecht. Schweren Zeiten müssen wir mit kreativen Ideen entgegensteuern. Gerade wenn räumliche Distanz zwischen den Menschen nötig ist, wie aktuell, ist es wichtig, Gemeinsamkeit zu schaffen. Menschen aus Singapur, New York, Rio de Janeiro, Sydney oder Johannesburg stehen quasi nebeneinander vor dem Schloss in Karlsruhe und genießen ein digitales Kunstwerk in Reinform."

PETER WEIBEL

Leiter des ZKM Karlsruhe und Kurator der SCHLOSSLICHTSPIELE

„Die SCHLOSSLICHTSPIELE zeichnen sich in diesem Jahr mehrfachdurch ein Novum aus. Erstens finden sie nur virtuell statt. Zugleich haben wir aber so die Möglichkeit, eine viel größere Reichweite durch ein nicht-lokales Massenpublikum im Online-Universum zu erreichen. Dabei wird das Publikum auch eine technische Innovation erleben – auch am Bildschirm wird es jetzt möglich, zwischen mehreren beobachtenden Positionen zu wählen, ganz so als ob man sich vor der Schlossfassade bewegen würde. Nicht zuletzt erleben wir eine Uraufführung, die eine historische Situation einfängt: Die EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands in der zweiten Jahreshälfte und den großen Green Deal, vor dem wir nun stehen. Das künstlerische Projekt des Projection Mapping wird sich auf beeindruckende Weise diesem Thema widmen."

martin wacker

Geschäftsführer Karlsruhe Marketing und Event GmbH

„Es ist eine große Herausforderung für uns, ein beliebtes und attraktives Live- Erlebnis digital so schnell umzusetzen. Neben dem Dank an alle Akteure, die an der schnellen Umsetzung mitwirken, gilt mein Dankeschön auch den 23 Partnern der SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe – Digitale Edition. Wir hoffen nun, dass sich viele einen Eindruck durch die Digitale Edition verschaffen und dass 2021 auch mehr internationale Gäste nach Karlsruhe kommen, um dann die SCHLOSSLICHTSPIELE wieder auf dem Schlossplatz live genießen zu können."

FAQS

FRAGEN UND ANTWORTEN RUND UM DIE SCHLOSSLICHTSPIELE SOWIE ZUM LIVE-STREAM

Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe sind ein Lichtkunst-Festival für Projection Mapping. Projection Mapping ist eine Form der Medienkunst, bei der individuell angepasste Videoprojektionen auf ein Objekt projeziert werden. Internationale Künstler entwickeln für die SCHLOSSLICHTSPIELE 3D Video Mappings, die auf die Fassade des Karlsruher Schlosses projeziert werden – jeden Abend über mehrere Wochen lang. Insgesamt entsteht so eines der größten audiovisuellen digitalen Kunstwerke Europas.
Das Programm ändert sich regelmäßig und an einem Abend laufen immer mehrere Shows. Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe fanden 2015 zum 300. Stadtgeburtstag erstmals statt und begeisterten das Publikum. Seitdem fanden sie jeden Sommer statt. Schon rund 1,7 Millionen Besucherinnen und Besucher sind zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN ans Karlsruher Schloss gekommen. Die Bilder der SCHLOSSLICHTSPIELE gehen um die Welt.

2020 finden die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe erstmals als „Digitale Edition“ vom 5. August bis 13. September statt.

Auf Grund der Corona-Pandemie können die SCHLOSSLICHTSPIELE in diesem Jahr nicht wie ursprünglich auf dem Karlsruher Schlossplatz stattfinden.

Ja, die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruher kann man 2020 per Stream über die Webseite www.schlosslichtspiele.info live von zuhause erleben.

Nein, bei den SCHLOSSLICHTSPIELEN 2020 handelt es sich ausschließlich um eine virtuelle Veranstaltung, d.h. während der diesjährigen Spielzeit wird auf die barocke Schlossfassade nicht wirklich projiziert.

Die Karlsruhe Marketing und Event GmbH ist Veranstalter der SCHLOSSLICHTSPIELE und verantwortlich für die Umsetzung. Kuratiert wird dieses Festival der Medienkunst vom künstlerisch-wissenschaftlichen Vorstand des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Prof. Peter Weibel. Das ZKM wurde 1989 als „digitales Bauhaus“ mit der Mission gegründet, die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben. Es ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution, die in ihrer Arbeit Forschung und Produktion, Ausstellungen und Aufführungen, Sammlung und Archive, Vermittlung und Veranstaltungen vereinigt. Die Finanzierung der SCHLOSSLICHTSPIELE erfolgt durch die Stadt Karlsruhe, durch Partner und Sponsoren sowie durch Einnahmen über die Gastronomie auf dem Schlossplatz.

Informationen zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN finden Sie online auf der Website www.schlosslichtspiele.info, auf Facebook (@schlosslichtspielekarlsruhe) sowie auf Instagram (@schlosslichtspielekarlsruhe).

Die Buttons sind dazu da zwischen den Perspektiven zu wechseln. Der grüne Marker zeigt hierbei die Position an, aus der die Sie auf das Schloss blicken. Wenn Sie die Perspektive mit den vier Markern wählen, erleben Sie eine automatisch geführte Abfolge von Kamerapositionen, die Sie nicht manuell anwählen können. Dies vermittelt einen ganz anderen Blick auf die Schlosslichtspiele der so in den vergangenen Jahren gar nicht möglich gewesen ist.

Kann ich die Schlosslichtspiele im Vollbild anschauen? Ja natürlich! Je nachdem welches Gerät Sie verwenden ist das Starten und Beenden des Fullscreens unterschiedlich. Die Anweisungen können hier entnommen werden:

-> unter Windows & Linux: Vollbild starten: Klick bzw. tippen auf das Vollbildschirm Symbol in der unteren linken Ecke; Vollbild beenden: Klick bzw. tippen auf das Vollbildschirm Symbol in der unteren linken Ecke, ESC-Taste oder doppeltes Tippen auf das Video;

-> unter MacOS: Vollbild starten: Klick bzw. tippen auf das Vollbildschirm Symbol in der unteren linken Ecke -> Vollbild beenden: ESC-Taste;

-> unter MacOS: Vollbild starten: Klick bzw. tippen auf das Vollbildschirm Symbol in der unteren linken Ecke -> Vollbild beenden: ESC-Taste;

-> Unter Android: Vollbild starten: Klick bzw. tippen auf das Vollbildschirm Symbol in der unteren linken Ecke -> Vollbild beenden: System Zurück- Taste bzw. Geste, doppeltes tippen auf das Video, Tippen auf das Vollbildschirm Symbol in der unteren linken Ecke;

-> Unter iPadOS: Vollbild starten: Klick bzw. tippen auf das Vollbildschirm Symbol in der unteren linken Ecke ->Vollbild beenden: Geste „Nach Unten-Wischen“

Wenn Ihr Gerät diese Funktion unterstützt sehen Sie im Vollbildmodus einen Pfeil mittig am unteren Bildschirmrand. Klicken bzw. tippen Sie auf diesen Pfeil, öffnet sich ein Menü mit den Buttons, die Sie bereits kennen. Klicken bzw. tippen Sie den Pfeil erneut, verschwindet das Menü wieder.

Betriebssystem: Der Schlosslichtspiele 2020 Digital Edition Player wurde unter folgenden Betriebssystemen getestet: Windows 10, macOS, Linux, Android, iOS, iPadOS

Browser: Der Schlosslichtspiele 2020 Digital Edition Player wurde mit den Browsern getestet: Google Chrome, Firefox, Microsoft Edge, Safari, Brave

Hardware: Der Schlosslichtspiele 2020 Digital Edition Player wurde auf den gängigen Hardware Produkten getestet, wobei keines der jeweiligen Geräte älter als drei Jahre war. Bei älteren Mobilgeräten kann es zu Problemen hinsichtlich der Performance kommen.

-> Schlechte Internetverbindung
-> Nicht kompatible Version des jeweiligen Browsers
-> Nicht kompatible Hardware
-> Asynchrone Wiedergabe der Videos
In diesem Falle würden wir Sie bitten die vier häufigsten Fehler an einem anderen Ort oder einer anderen Internetverbindung zu testen, einen anderen Browser zu verwenden oder ggf. es auf einem anderen Gerät zu versuchen. Um die Synchronität der Video wieder herzustellen einfach die Seite neu laden.

iOS (iPhone und iPad): iOS und speziell iOS auf dem iPhone bringt ein paar Besonderheiten mit sich. Wir waren bemüht alle Einschränkungen aus dem Weg zu räumen, jedoch sind folgende Einschränkungen bei iOS bekannt, die sich leider aufgrund der Systemgegebenheiten zwar beseitigen lassen würden, jedoch nicht mit den Richtlinien und Vorgaben des Herstellers und Streaming Anbieters konform sind.
-> Es ist nicht möglich das Video ins Vollbild zu schalten
-> Das Umschalten und Wechseln der Perspektive dauert länger, da nur jeweils ein Stream dargestellt werden kann und bei der Umschaltung, der neue Stream erst geladen werden muss.
MacOS (MacBook): Unter macOS ist es nicht möglich die Perspektive zu wechseln, ohne das Vollbild zu verlassen.

die Veranstalter

Karlsruher event gmbh unter künstlerischer Leitung des zkm

KARLSRUHE MARKETING UND EVENT GMBH

Ihr zentraler Ansprechpartner in Sachen Großevents in Karlsruhe. Events sind ein Kommunikationsinstrument erster Güte. Emotionalisierung und das sogenannte „Wir-Gefühl“ spielen dabei eine bedeutende Rolle und werden zur Schaffung von nachhaltigen Bürgerbindungen, Business-Plattformen und einer positiven Wahrnehmung des Standortes eingesetzt. Weitere Informationen finden sie unter www.karlsruhe-event.de


ZKM | ZENTRUM FÜR KUNST UND MEDIEN KARLSRUHE

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution, denn es ist ein Ort, der die originären Aufgaben des Museums erweitert. Es ist ein Haus aller Medien und Gattungen, ein Haus sowohl der raumbasierten Künste wie Malerei, Fotografie und Skulptur als auch der zeitbasierten Künste wie Film, Video, Medienkunst, Musik, Tanz, Theater und Performance. Als Museum wurde das ZKM 1989 gegründet mit der Mission, die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben. Deshalb wird es gelegentlich auch das »elektronische bzw. digitale Bauhaus« genannt – ein Ausdruck, der auf Heinrich Klotz zurückgeführt wird. 

Darüber hinaus beherbergt das ZKM aber auch Institute und Labors, in denen wissenschaftlich geforscht, entwickelt und produziert wird. Neben dem klassischen Leitgedanken des Museums, dafür zu sorgen, dass Kunstwerke nicht verschwinden, hat das ZKM auch die Aufgabe übernommen, die Bedingungen dafür zu schaffen, dass Kunstwerke entstehen – zum einen durch GastkünstlerInnen, zum anderen durch die MitarbeiterInnen des Hauses. Deswegen heißt es Zentrum und nicht Museum. www.zkm.de


kontakt

fragen oder Anregungen?

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN haben, wenden Sie sich an unser SCHLOSSLICHTSPIELE-TEAM der Karlsruhe Marketing und Event GmbH.
Wir werden uns bemühen, Ihre Anfrage so schnell wie möglich zu bearbeiten.

info_at_karlsruhe-event.de